Projekttyp
Wohnen
Fertigstellung
2018
Bauherr:in
studierendenWERK BERLIN
Architektur
LKK Lehrecke Kammerer Keiß Gesellschaft von Architekt:innen mbH BDA
SFB Bauingenieure
Tragwerksplanung LP 1 - 6
Fotos
Adrew Alberts
Am Dauerwaldweg in Berlin-Grunewald wurde die bestehende Studentenwohnanlage am Eichkamp um einen kompakten Neubau ergänzt. Der Baukörper umfasst drei Vollgeschosse und ein zurückgesetztes Staffelgeschoss. Durch die Hanglage ist das Untergeschoss halbseitig in das Gelände eingeschoben und wird damit selbst Teil der topografischen Einbindung des Gebäudes. Das Tragwerk ist als Massivbau in Schottenbauweise konzipiert. Die Geschossdecken aus Stahlbeton spannen regelmäßig zwischen den tragenden Wandscheiben und bilden ein klar gegliedertes, überwiegend liniengelagertes Tragsystem. Für eine wirtschaftliche Ausführung sind Halbfertigteildecken vorgesehen. Die einschaligen Außenwände aus Porenbeton übernehmen Tragfunktion und Gebäudehülle zugleich und unterstützen damit eine konstruktiv einfache und wirtschaftliche Bauweise. Die tragenden Innenwände bestehen überwiegend aus Mauerwerk. Bereiche mit erhöhten statischen Anforderungen sowie wandartige Träger werden in Stahlbeton ausgeführt. Das Gebäude ist flach auf einer Stahlbetonbodenplatte gegründet. Die teilweise in das Gelände eingebundenen Bauteile stellen besondere Anforderungen an den Feuchteschutz sowie an die konstruktive Ausbildung des Untergeschosses. Aufzugsschächte, Treppenhauswände und durchgängige Wandscheiben aus Mauerwerk und Stahlbeton übernehmen zugleich die räumliche Aussteifung des Gebäudes.
Ergänzend zum Neubau erfolgte die denkmalgerechte energetische Sanierung von bestehenden Studierendenwohnheimen der Anlage im Bungalowstil. Hierbei umfasste die Tragwerksplanung die statische Bearbeitung dieser baugleichen Gebäude. Ein wesentlicher Bestandteil der Maßnahme war der raumweise Austausch der bestehenden Bodenplatten zur Integration einer Dämmebene. Für die neuen Stahlbetonbodenplatten wurden die Schal- und Bewehrungspläne erstellt. Im Vorfeld der Erdarbeiten sowie für den Endzustand wurden die erforderlichen Grundbruchnachweise für die bestehenden Fundamente geführt. Im Gründungsbereich erfolgte zudem die Abstimmung von Maßnahmen zur Abdichtung und Außenwärmedämmung der Fundamente. Im Zuge der Grundrissanpassungen wurden neue Wanddurchbrüche bemessen und die dazugehörigen Abfangungen und Stürze konstruiert. Darüber hinaus beinhaltete die Bearbeitung des Dachtragwerks den rechnerischen Nachweis für einen planmäßigen Regenanstau zur Umsetzung des vorgegebenen Entwässerungs- und Regenwassermanagements.
Projektleiter
